Donnerstag, 17.06.2004
Umzug des bloggs
Dieses blogg wird an anderer Stelle weitergeführt. Die neue Adresse lautet:
http://blog.pirotesse.de
Wer also die Abenteuer von Marica weiterverfolge will, sollte das dort tuen. :)
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Dienstag, 15.06.2004
Könige des Schrottplatzes I
Eingie Tage vergehen, ohne dass ich etwas besonderes bemerke. Ich werde immer noch beobachtet. Zumindest dessen bin ich mir inzwischen sicher. Der Schrottplatz ist kein Ort, an dem man sich lange aufhalten will. Mein Gedanken kreisen um den kleinen Sprengsatz nahe meinem Herzen. Ich finde einfach keine Lösung. Mit jedem Tag steigt meine frustration. Ich kann auch nicht einfach so abhauen. Elim hat recht: Ich schulde ihm mein Leben. Irgendwann habe ich einmal in einem Buch aus dem alten Welt gelesen: "Wenn du einen Sklaven haben willst, dann kauf dir einen. Oder Rette jemandem des Leben." Die Sache mit dem Sender werde ich ihm trotzdem nciht verzeihen. Mit Teseru verstehe ich mich inzwischen recht gut. Ich kann ihm nicht böse sein. Er arbeitet für Elim, genau wie ich und er ist auf seine Weise dazu gezwungen. Ich weis noch nicht genau warum, aber er lächelt kaum. Glückliche Menschen lächeln viel mehr.
Was man auf dem Schrottplatz alles findet ist unglaublich. Letztens haben wir eine kompletten Satz an Servomotoren gefunden. Dann eine Steuereinheit für Balance und einen Satz Sensoren. Es wäre ein leichtes damit Cyborgs zu reparieren oder einen Roboter zu bauen. Technische, nicht-organische Bausteine sind also auch auf dem Schrottplatz nicht das wirkliche Problem.
Heute fängt es wieder an, wie an jedem anderen Tag. Über die unendlichen Weiten Müll streifen und schauen, was man gebrauchen kann. Ich gucke, Teseru bewertet. Die Sonne strahlt Morgens über den Schrottplatz, verschwindet dann hinter der Himmelsstadt und taucht erst Abends wieder auf. Wenn es hier Sonne gibt, dann ist es die goldene Morgensonne oder die rote Abendsonne. Inzwischen ist es wieder Abend und neben mir fällt ein Schatten auf den Boden. Dann höre ich eine Stimme, sanft und freundlich. Ein Mann, ich würde ihn nach der Stimme auf über 60 Tippen. "Guten Abend, junge Dame. Darf cih fragen, was sie hier machen?" Ich drehe mich langsam herum. Er lässt mich. Ein Cyborg. Hager. Silbern glänzender Körper. Keine erkennbaren Gelenke oder Segmente. Eine silberne, Glatte Oberfläche. Sein Gesicht ist weiss und er trägt einen...Sonnenschirm, geöffnet. An seiner linken Seite hängt ein Schwert. Ich sehe den Griff mit einer Datenverbindung ausgestattet. Früher hiess es etwas anderes, wenn man sagte: Die Waffe ist nur eine Erweiterung des Körpers. Betrachte sie als Teil von dir. "Nach was sieht es denn aus?" Er schaut etwas überrascht. "Aber, aber, wer wird denn gleich?" Der Kerl macht sich über mich lustig. Na gut. Er wird ja sehen wo das hinführt. "Pass auf! Lass mich in Ruhe oder du findest dich gleich auf der anderen Seite dieses Müllkraters wieder. Klar?"
In der Tat ist es so, dass in Tilizia reine Cyberware kein wirkliches Problem darstellt. Problematisch wird es bei der Besorgung von bilogischen Bestandteilen. Arme und Hände, ein Herz, Muskelgewebe oder Knochen sind nicht das Problem. Rückgrat udn Nervenverbindungen aber schon. Viele Cyborgs, vor allem, wenn sie noch hinreichend Menschlich sein wollen, beötigen diese Bausteine aber.
Was man auf dem Schrottplatz alles findet ist unglaublich. Letztens haben wir eine kompletten Satz an Servomotoren gefunden. Dann eine Steuereinheit für Balance und einen Satz Sensoren. Es wäre ein leichtes damit Cyborgs zu reparieren oder einen Roboter zu bauen. Technische, nicht-organische Bausteine sind also auch auf dem Schrottplatz nicht das wirkliche Problem.
Heute fängt es wieder an, wie an jedem anderen Tag. Über die unendlichen Weiten Müll streifen und schauen, was man gebrauchen kann. Ich gucke, Teseru bewertet. Die Sonne strahlt Morgens über den Schrottplatz, verschwindet dann hinter der Himmelsstadt und taucht erst Abends wieder auf. Wenn es hier Sonne gibt, dann ist es die goldene Morgensonne oder die rote Abendsonne. Inzwischen ist es wieder Abend und neben mir fällt ein Schatten auf den Boden. Dann höre ich eine Stimme, sanft und freundlich. Ein Mann, ich würde ihn nach der Stimme auf über 60 Tippen. "Guten Abend, junge Dame. Darf cih fragen, was sie hier machen?" Ich drehe mich langsam herum. Er lässt mich. Ein Cyborg. Hager. Silbern glänzender Körper. Keine erkennbaren Gelenke oder Segmente. Eine silberne, Glatte Oberfläche. Sein Gesicht ist weiss und er trägt einen...Sonnenschirm, geöffnet. An seiner linken Seite hängt ein Schwert. Ich sehe den Griff mit einer Datenverbindung ausgestattet. Früher hiess es etwas anderes, wenn man sagte: Die Waffe ist nur eine Erweiterung des Körpers. Betrachte sie als Teil von dir. "Nach was sieht es denn aus?" Er schaut etwas überrascht. "Aber, aber, wer wird denn gleich?" Der Kerl macht sich über mich lustig. Na gut. Er wird ja sehen wo das hinführt. "Pass auf! Lass mich in Ruhe oder du findest dich gleich auf der anderen Seite dieses Müllkraters wieder. Klar?"
In der Tat ist es so, dass in Tilizia reine Cyberware kein wirkliches Problem darstellt. Problematisch wird es bei der Besorgung von bilogischen Bestandteilen. Arme und Hände, ein Herz, Muskelgewebe oder Knochen sind nicht das Problem. Rückgrat udn Nervenverbindungen aber schon. Viele Cyborgs, vor allem, wenn sie noch hinreichend Menschlich sein wollen, beötigen diese Bausteine aber.
Montag, 14.06.2004
Arbeitstag...
Die Sonne wanderte über den Horizont. Einmal stehe ich in einem Gang, der weit, weit durch den ganzen Krater führt, immer geradeaus. Die Sonne hat fast die Himmelsstadt über mir erreicht und scheint jetzt genau durch diesen Gang und taucht alles in ein warmes, goldenes Licht. Es wird schnell wärmer werden. Inzwischen verstehe ich, warum die Seidensha Arbeiter Schutzmasken tragen. Es fällt schwer hier zu atmen. Wer weis, was alles in dem Schrott verborgen liegt. Teseru leitet mich von eienr Seite zu anderen. Ich bin vorsichtig, besteige noch keinen der Berge bevor ich nicht weis, wie die Umgebung wirklich beschaffen ist. Was mir Soprgen macht ist, dass ich nciht weis, wieviele Gangs es gibt, die heir Kontrolle ausüben und wie gross eine Gruppe sein könnte. Die Sonne steigt weiter, aber sie verschwindet hinter der Himmelsstadt.
Einmal begegnet mir eine Gruppe Seidesha Arbeiter. Sie mustern mich. "Die muss neu sein." Ich kann eigentlich nur ihre Augen und Haare sehen. Beide männlich, grösser als ich, vielleicht um die 1,80, dunkle Haare und in weisse Arbeitskleidung gehüllt. "Hey Girlie, verschwinde besser. Hier findest du sicher den Tod." Ich schaue sie nur kühl an. Sie verstummen beide und gehen langsam an mir vorbei. "Die läuft ohne Atemmaske hier rum, ist bestimmt hochgradig vercybert." "Klar, hast du ihre Finger gesehen? Ich wette unter der Kleidung sit fast alles Metall."
Ich lasse sie ziehen. Teseru weist meinen Blick nach oben, rechts auf ein Drahtgebilde. Ich seufze, von hier aus kann iche es nicht erreichen also klettere ich hoch. Es knirscht und knackt und knarrt unter meinen Füssen. Der Untergrund ist alles andere als fest. "Ja, nimm das Mal. Das sieht aus wie...wie.... zieh mal dran, aber...aber sei vorsichtig." Ich nehme einige der Drähte, und ziehe. Es Widerstand! Ich schiebe vorsichtig einige Bleche, die sich darüebr verkeilt haben, zur Seite. Irgendetwas poltert und schepptert herunter, bei jedem Aufschlag... ich habe das Gefühl, dass bei jedem Aufschlag ein Signal gegeben wird: Hier, hier ist ein Eindringling. Egal. Ich ziehe wieder und es kommt ein offener Kasten zum vorschein. "Ja, Super! Das ist ein halber Rechner! Nimms mit, vielleicht kann ich daraus nochwas machen! Grab mal etwas, vielleicht findest du da noch mehr." Ich grabe. Mit der Zeit fördere ich vorrestetes Wekrzeug, einige Bücher... einen kaputten Bildschirm... Platinen.... kleine Servogelenke... und mehr zutage. Ich stecke alles in einen Sack, den Teseru mir mitgegeben hat und mache mich auf den Rückweg. Beim Aufstieg bin ich mir sicher, dass ich beobachtet werde. Vielleicht versuchen sie noch mich einzuschätzen. Oder haben sie vielleicht Angst vom Elim? Lange werden die sicher nicht stillhalten. Vielleicht erfahre ich schon Morgen, wer dort zuschaut.
Einmal begegnet mir eine Gruppe Seidesha Arbeiter. Sie mustern mich. "Die muss neu sein." Ich kann eigentlich nur ihre Augen und Haare sehen. Beide männlich, grösser als ich, vielleicht um die 1,80, dunkle Haare und in weisse Arbeitskleidung gehüllt. "Hey Girlie, verschwinde besser. Hier findest du sicher den Tod." Ich schaue sie nur kühl an. Sie verstummen beide und gehen langsam an mir vorbei. "Die läuft ohne Atemmaske hier rum, ist bestimmt hochgradig vercybert." "Klar, hast du ihre Finger gesehen? Ich wette unter der Kleidung sit fast alles Metall."
Ich lasse sie ziehen. Teseru weist meinen Blick nach oben, rechts auf ein Drahtgebilde. Ich seufze, von hier aus kann iche es nicht erreichen also klettere ich hoch. Es knirscht und knackt und knarrt unter meinen Füssen. Der Untergrund ist alles andere als fest. "Ja, nimm das Mal. Das sieht aus wie...wie.... zieh mal dran, aber...aber sei vorsichtig." Ich nehme einige der Drähte, und ziehe. Es Widerstand! Ich schiebe vorsichtig einige Bleche, die sich darüebr verkeilt haben, zur Seite. Irgendetwas poltert und schepptert herunter, bei jedem Aufschlag... ich habe das Gefühl, dass bei jedem Aufschlag ein Signal gegeben wird: Hier, hier ist ein Eindringling. Egal. Ich ziehe wieder und es kommt ein offener Kasten zum vorschein. "Ja, Super! Das ist ein halber Rechner! Nimms mit, vielleicht kann ich daraus nochwas machen! Grab mal etwas, vielleicht findest du da noch mehr." Ich grabe. Mit der Zeit fördere ich vorrestetes Wekrzeug, einige Bücher... einen kaputten Bildschirm... Platinen.... kleine Servogelenke... und mehr zutage. Ich stecke alles in einen Sack, den Teseru mir mitgegeben hat und mache mich auf den Rückweg. Beim Aufstieg bin ich mir sicher, dass ich beobachtet werde. Vielleicht versuchen sie noch mich einzuschätzen. Oder haben sie vielleicht Angst vom Elim? Lange werden die sicher nicht stillhalten. Vielleicht erfahre ich schon Morgen, wer dort zuschaut.
Samstag, 12.06.2004
Der Schrottplatz
Ich bin auf dem Weg. Die Strasse entlang, wie Teseru es mir gehiessen hat. Die Häuser werden immer ärmlicher und den Schrottplatz kann ich inzwischen schon sehen. Ich höre Krähne und Bagger, die sortieren oder zermalmen. Sysiphusarbeit, wenn man bedenkt, welche Unmengen hier jeden Tag landen. Es ist fast unglaublich, dass Tilizia nicht schon längst unter diesem ganzen Berg begraben ist. Die Strasse endet und ich schaue herunter in einen Krater in dem sich die Müllberge auftürmen. Staubige Erde und einige vermummte Menschen. Das sind wohl arbeiter, zumindest tragen sie Seidensha Uniformen. Weisse - oder ehemals weisse Uniiformen, auf deren Ärmeln und Rücken eine Welt umgeben und überzeichnet von einer Zielscheibe ist. Darunter das Wort "Seidensha". Wie Ameisen wuseln sie dort herum. Der Blick nach oben offenbart den Blick auf den Schaft der Himmelsstadt, eine grosse Öffnung in diesem entfernt Kreisel- oder Pilzförmigen Gebilde.

Mit einem Ruck wende ich mich nach links wo ein staubiger Weg den Sandigen Stein herunterführt zu den Müllbergen, die in der Mitte durchaus schonmal die Höhe des Kraters überragen. Rechts von mir, auf einem der Müllhügel blitzt irgendwas auf. Ich schätze ich werde beobachtet. Unten röhrt ein Kran und sortiert einen grossen Greifarm voller Schrott um. Ich gehe weiter. Die Seidensha Mitarbeiter sind in der Umgebung nicht zu sehen. Warscheinlich sind sie hinter Schrottbergen verschwunden, die mir jetzt die Sicht versperren. Es ist fast, als wäre man allein, mit einigen leblosen Maschinen, die dafür Sorgen, dass der Schrott einigermassen verteilt wird. Als wäre keine Menschenseele hier.
Über die Funkverbindung, die Teseru eingebaut hat höre ich seine Mechanische Stimme. Sie ist fast nicht zu verstehen, durch Störungen verzerrt. "Gut, fangen wir mit der Arbeit an. Probleme werden noch früh genug auftauchen. Ich kann sehen, was du siehst, also schau dich mal langsam um." Ich bestätige mechanisch und wende meinen Kopf langsam von einer Seite zur anderen. Teseru dirigiert mich durch die Gänge zwischen den Schrottbergen, manchmal klettere ich über Autowracks oder Gebäudeteile, Elektronikreste. Dann weist er mich an etwas aufzuheben, einzusammeln, ich folge, nicht wirklich auf diese Arbeit konzentriert...

Mit einem Ruck wende ich mich nach links wo ein staubiger Weg den Sandigen Stein herunterführt zu den Müllbergen, die in der Mitte durchaus schonmal die Höhe des Kraters überragen. Rechts von mir, auf einem der Müllhügel blitzt irgendwas auf. Ich schätze ich werde beobachtet. Unten röhrt ein Kran und sortiert einen grossen Greifarm voller Schrott um. Ich gehe weiter. Die Seidensha Mitarbeiter sind in der Umgebung nicht zu sehen. Warscheinlich sind sie hinter Schrottbergen verschwunden, die mir jetzt die Sicht versperren. Es ist fast, als wäre man allein, mit einigen leblosen Maschinen, die dafür Sorgen, dass der Schrott einigermassen verteilt wird. Als wäre keine Menschenseele hier.
Über die Funkverbindung, die Teseru eingebaut hat höre ich seine Mechanische Stimme. Sie ist fast nicht zu verstehen, durch Störungen verzerrt. "Gut, fangen wir mit der Arbeit an. Probleme werden noch früh genug auftauchen. Ich kann sehen, was du siehst, also schau dich mal langsam um." Ich bestätige mechanisch und wende meinen Kopf langsam von einer Seite zur anderen. Teseru dirigiert mich durch die Gänge zwischen den Schrottbergen, manchmal klettere ich über Autowracks oder Gebäudeteile, Elektronikreste. Dann weist er mich an etwas aufzuheben, einzusammeln, ich folge, nicht wirklich auf diese Arbeit konzentriert...
Freitag, 11.06.2004
Vorbereitung
Hmm, vorsichtig meinen Körper strecken und biegen. Es kommt mir fast vor, als könne ich jede Muskelfaser spüren. Ich merke, wie kleine Motoren arbeiten. Ein gutes Gefühl, meinen Körper so zu spüren. Teseru hat ganze Arbeit geleistet. Von einem Regal nehme ich mir einen Plastikgürtel, der Platz für ein Messer und einige Wurfmesser bietet. Die Messer suche sich mir auch zusammen, Teseru trappelt dabei herum und redet, und redet. Ich nehme es garnicht richtig war. Dann wende ich mich zur Türe. "Marica! Warte." Teseru winkt mit einem kleinen Headset. "Ich muss dir noch etwas einbauen. Die Müllsuche soll sich ja nicht nur für dich lohnen. Ich fürchte Elim würde das auch so sehen." Wie die ganze Zeit schon wirkt Teseru eher defensiv. Ich setze mich wieder auf den Stuhl. Die Elemente aus denen meine Finger bestehen gleiten an den Gelenken ein wenig auseinander und lassen ein bisschen Platz. Dann gleiten sie auch auf der Mitte der Oberfläche auf und offenbaren einige Feine drähte. "Schliess mich an eine externe Stromversorgung an und lass mich die Spezifikationen runterladen. Ich bereite die Interfaces vor, du baust die Hardware ein." Teseru nickt und reicht mir einen TabletPC, ein Tabless, dessen Oberfläche ein Bildschirm ist, an der oberen Seite mit einigen Anschlüssen versehen. Ich greife dorthin und die Drähte gleiten in die vorgesehene Buchse an der Rückseite. Das geht schneller als den Computer auf eine andere Weise zu bedienen. Teseru streicht mir die Haare aus dem Nacken. Ich höre ein Klacken, und merke wie auch dort mein Körper in einem kleinen rechtigen Stück an der Oberfläche auseinandergleitet. Dann gibt es einen leichten Stoss und ein Klicken. Ich spüre einen Druck und in meinem Sichtfeld erscheint die Meldung: "externe Stromversorgung"
Ich schaue in die Datenwelt des TabletPCs. Es ist schwer zu beschreiben, weil es bei so einem kleinen PC kein bewusster Vorgang ist. Es ist wie... einen Finger bewegen, als wäre es eine unbewusste Körperliche Funktion, die ich einfach ausführen kann. So navigiere ich durch die Verzeichnisse bis ich die Daten für die Spezifikation der Kommunikationshardware gefunden habe. Dann "Schlucke" ich sie. Sie wird automatisch an das Kontrollzentrum für die Nanoroboter weitergeleitet. Dann sinke ich nach hinten. Die externe Energie wird jetzt gebraucht um die nötigen Anschlüsse bereitzustellen.
Teseru greift nach meinem Kopf. Er hebt ihn an, öffnet ihn an der Hinterseite, im Nacken, etwas oberhalb des Stromanschlusses. Er nickt. Was jetzt passiert kann ich nur ahnen. Und auch nur deshalb, weil es nicht das erste Mal ist. Er wird die Hardware dort positionieren und einbauen, testen ob die Verbindungen funktionieren. Einmal huscht er halb durch mein Sichtfeld. In seiner klingen Hand eine kleine Kugel, mit der rechten fingert er nach Drähten. Ausserdem sehe ich einen Miniverschmelzer und Versieglungsplatik. Es wird schnell gehen...
Ich schaue in die Datenwelt des TabletPCs. Es ist schwer zu beschreiben, weil es bei so einem kleinen PC kein bewusster Vorgang ist. Es ist wie... einen Finger bewegen, als wäre es eine unbewusste Körperliche Funktion, die ich einfach ausführen kann. So navigiere ich durch die Verzeichnisse bis ich die Daten für die Spezifikation der Kommunikationshardware gefunden habe. Dann "Schlucke" ich sie. Sie wird automatisch an das Kontrollzentrum für die Nanoroboter weitergeleitet. Dann sinke ich nach hinten. Die externe Energie wird jetzt gebraucht um die nötigen Anschlüsse bereitzustellen.
Teseru greift nach meinem Kopf. Er hebt ihn an, öffnet ihn an der Hinterseite, im Nacken, etwas oberhalb des Stromanschlusses. Er nickt. Was jetzt passiert kann ich nur ahnen. Und auch nur deshalb, weil es nicht das erste Mal ist. Er wird die Hardware dort positionieren und einbauen, testen ob die Verbindungen funktionieren. Einmal huscht er halb durch mein Sichtfeld. In seiner klingen Hand eine kleine Kugel, mit der rechten fingert er nach Drähten. Ausserdem sehe ich einen Miniverschmelzer und Versieglungsplatik. Es wird schnell gehen...
Die Werkstatt und der Auftrag
"Auf den Schrottplatz? Seh ich wie eine Mülljägerin aus?" Das war ja wohl die Höhe. Ich platze gleich. Dass ich dem Kerl mein Leben schulde ist die eine Sache, aber Müll sammeln? Das kann ja wohl jeder! Ich lasse nicht zu, dass man mich so erledigt. Teserus Spinnenbeine klappern heftig über den Boden als er schnell zurückweicht. "Wie kannst du nur! Da soll er sich jemanden von der Strasse nehmen! Oder machs doch selber!" Teseru wird blass als ich meine Faust balle. "Warte, warte! So einfach ist das nicht. Ich muss doch hier reperaturen vornehmen und jemand von der Strasse würde von den Trashkings ganz schnell gefunden und...warscheinlich getötet werden. Aber du bist...du bist stark! Du kannst das sich..." "Trashkings? Was ist denn das jetzt wieder für ein Müll?" Ich halte inne, sitze inzwischen Teseru zugewandt seitlich auf dem Stuhl, leich nach vorne gebeugt, im Begriff aufzustehen. "Ja, das sind Gangs , meistens Cyborggruppen, die den Schrottplatz kontrollieren. Sie... sie.." Teseru schwitzt und ist sehr nervös. Eindeutig kein Kämpfer. Er versucht es nichtmal. Wie ich sowas hasse! "...der Schrottplatz ist... dort kann man mit etwas Glück sehr Wertvolle Sachen finden, die die Menschen oben einfach wegwerfen! Das machen sie sich zunutze. Die Gangs haben gute Ausrüstung und starke Kämpfer. Wer Müll vom Schrottplatz sammelt wird früher oder später entdeckt und dann... Gnade ihm Gott!" Ich lächele und stehe jetzt ganz auf. "Vielleicht will Elim dich so testen und entfernt danach den Sprengkörper. Du musst gehen. Sonst bringt er dich um. Und mich vielleicht auch."
Gangs also. Cyborgs. Schrottmaschinen. Warscheinlich gehört ihre Ausrüstung wirklich mit zum besten, was man hier unten bekommen kann. Jetzt wird die Sachen interessant. Ich nicke Teseru zu und entspanne mich, auch wenn ich innerlich darauf brenne zu sehen, wer mich dort wohl erwarten wird. Teseru wirkt erleichtert. Es dauert einen Moment, bis er sich wieder an mich herantraut. Auf den zweiten Blick habe ich wirklich schon grössere Feiglinge als ihn getroffen.
...
glaube ich.
Gangs also. Cyborgs. Schrottmaschinen. Warscheinlich gehört ihre Ausrüstung wirklich mit zum besten, was man hier unten bekommen kann. Jetzt wird die Sachen interessant. Ich nicke Teseru zu und entspanne mich, auch wenn ich innerlich darauf brenne zu sehen, wer mich dort wohl erwarten wird. Teseru wirkt erleichtert. Es dauert einen Moment, bis er sich wieder an mich herantraut. Auf den zweiten Blick habe ich wirklich schon grössere Feiglinge als ihn getroffen.
...
glaube ich.
Donnerstag, 10.06.2004
Feintuning
Auf Teserus geheiss schliesse ich dir Augen und versuche mich zu entspannen. "Es hat keinen Zweck sich gegen Elim zu wehren. Weist du, er ist ein Kopfgeldjäger, ein Hunter-Warrior. Er jagt Verbrecher. Er jagt alle, die unrechtes tuen und er lebt nach den Regeln der Stadt hier." Ich drehe meinen Kopf ein wenig in die Richtung der mechanischen Stimme. "Regeln? Darf er sowas machen? Andere Versklaven?" Ich höre Teserus irgendein Instrument aufnehmen. Es surrt. Ich verkrampfe mich ein wenig. "Keine Sorge. Ich werde nur alle deine Parameter überprüfen. Elim hat dich gefunden und dir wieder auf die Beine geholfen. Dein Leben gehört ihm jetzt nunmal. Das ist seine Art eine Schuld einzufordern. Mir gefällt es auch nicht, aber trotzdem solltest du besser ein wenig dankbar sein." Seine Stimme klingt ein wenig resigniert. Meine Sensoren reigstrieren eine Verletzung, dann bekomme ich die Meldung, dass meine Nanoroboter deaktiviert wurden. Das wird sicher nicht lange anhalten. Mein System ist dazu geschaffen sich selber instandzuhalten. Irgendetwas macht Teseru. "Entspann dich. Für die Aufgabe, die vor dir liegt musst du topfit sein." Ich atme durch und versucht wieder mich zu entspannen. Wenigstens hat der Spinnencyborgmechaniker vorher meine Nervenverbindungen entkoppelt. Nicht, dass die Schmerzen so schlimm wären, aber es ist schwer sich dabei zu entspannen.
Einige Zeit vergeht. Irgendwann meint Teseru schliesslich. "In Ordnung. Du bist soweit." Ich setze mich auf, betaste meinen Maschinenkörper vorsichtig. Etwas ist anders. "Ich habe die Anzahl der Kanäle erhöht, über die dein Körper kommuniziert. Du verlierst dadurch ein wenig Kraft, aber ich glaube nicht, dass das ein Problem für dich ist. Ausserdem...du weist ja sicher, dass die Wahre Kraft sowieso von innen kommt." Das letzte klang etwas spöttisch - wenn ich mich nciht irre. Diese Mechanische Stimme taugt nicht sehr gut dazu, Informationen zu transportieren."Und wozu das alles? Ich habe mich bisher eigentlich sehr wohl gefühlt." Ich schaue Teseru fragend an. Seine Kybernetischen Beine klappern, fast wie ein wohlplaziertes Ticken während er halb um mich herumgleitet. "Du wirst für mich auf den Schrottplatz gehen und Dinge suchen, die ich gebrauchen kann."
Einige Zeit vergeht. Irgendwann meint Teseru schliesslich. "In Ordnung. Du bist soweit." Ich setze mich auf, betaste meinen Maschinenkörper vorsichtig. Etwas ist anders. "Ich habe die Anzahl der Kanäle erhöht, über die dein Körper kommuniziert. Du verlierst dadurch ein wenig Kraft, aber ich glaube nicht, dass das ein Problem für dich ist. Ausserdem...du weist ja sicher, dass die Wahre Kraft sowieso von innen kommt." Das letzte klang etwas spöttisch - wenn ich mich nciht irre. Diese Mechanische Stimme taugt nicht sehr gut dazu, Informationen zu transportieren."Und wozu das alles? Ich habe mich bisher eigentlich sehr wohl gefühlt." Ich schaue Teseru fragend an. Seine Kybernetischen Beine klappern, fast wie ein wohlplaziertes Ticken während er halb um mich herumgleitet. "Du wirst für mich auf den Schrottplatz gehen und Dinge suchen, die ich gebrauchen kann."
Mittwoch, 09.06.2004
Teserus Werkstatt
Das ist also Teserus Werkstatt. Hier draussen ist kaum etwas, aber diese Werkstatt. Wenn ich die Strasse herutnerschaue werden die Gebäude noch kleiner. Warum werden sie in der Stadtmitte kleiner? Ein seltsames Rumpel und heulen lenkt meinen Blick nach oben, wo über der Stadt, über der Mitte der Stadt eine weitere Stadt schwebt. Dicke Röhren - flexibel - reichen irgendwo in Richtung der Aussenebezirke von Tilizia. Wie ein Riesiger Kreisel geformt, schwebt über der Stadt hier ein weiteres Gebilde aus Metall. Unten befindet sich eine Öffnung und irgendetwas fällt dort heraus. Natürlich! Müll! Das habe ich doch alles schon vorher einmal gesehen und gewusst...
Ich betrete die Werkstatt durch das geöffnete Garagentor. Überall steht hier Gerümpel herum. Von kompletten Kybernetischen Armen, über Metallplatten, Lacke und Farben, Holzlatten, bis hin zu ein paar Glasbehältern mit... Körperteilen? ... steht hier alles herum. Eine Werkstatt also. Es steht so viel Zeugs herum, dass kaum genug Licht hereinfällt. Irgendjemand arbeitet hinter diesem Berg von Materialien, die Teils an den Wänden lehnen, teils auf einfachen Bleck- oder Metallregalen liegen. Die Zylinder mit den Körperteilen sind mit Kabeln irgendwo angeschlossen. Als ich einen berühre, fühlt der sich kalt an.
Da zeigt sich ein Gesicht. "He! Nichts anfassen! Oh! Ein neues Gesicht!" Die Stimme klingt mechanisch, heiser und Monoton. Ich sehe einen Mann, dessen Unterkörper durch Kybernetische Spinnenbeine ersetzt sind. Sein etwas dicklicher Oberkörper sitzt darauf und wirkt auf mich noch ziemlich Menschlich. Jemand der zu viel Bier trinkt. Der Mann ist schlecht rasiert, überall stehen kränklich braun gefärbte Bartstoppeln in seinem Runden Gesicht. Die Augen wurden ersetzt durch zwei hervorstehende Okulare in deren inneren ich wechselhaftes Aufleuchten in orange und Grün wahrnehmen kann. Seine beiden Arme stecken in einem Konstrukt aus miteinenander verbundenen Metallringen, an denen sich allerlei Werkzeug befindet. Ein kleiner Plasmaschneider, Lötkolben, diverse Mikrotools für kleine arbeiten an Schaltkreisen und Platinen. Der Mann trägt ein weites Hemd udn darunte rein schmutziges, ehemals weisses T-Shirt. "Ich bin Marica. Elim schickt mich zu dir." Teseru fängt an zu grinsen, dann zu lachen - sein Lachen klingt wie eine rhythmische Störung auf Analaogen Radiofrequenzen. "Hat er also wieder jemanden erwischt, hm? Komm, komm mit. Ich weis was du tuen kannst, was du tuen musst. Das haben wir zwei gemeinsam. aaah, ja. Hier." Er deutet auf einen Stuhl, der auf mich wie ein Zahnarztstuhl wirkt. Unwillkürlich schrecke ich zurück. "Keine Sorge. Ich will die Bombe nicht anfassen. Das wäre noch zu gefährlich. Nein, das geht nicht. Ich muss nur deinen Körper ausmessen. Vielleicht kann ich dir noch helfen." Etwas zögerlich nehme ich Platz.
Ich betrete die Werkstatt durch das geöffnete Garagentor. Überall steht hier Gerümpel herum. Von kompletten Kybernetischen Armen, über Metallplatten, Lacke und Farben, Holzlatten, bis hin zu ein paar Glasbehältern mit... Körperteilen? ... steht hier alles herum. Eine Werkstatt also. Es steht so viel Zeugs herum, dass kaum genug Licht hereinfällt. Irgendjemand arbeitet hinter diesem Berg von Materialien, die Teils an den Wänden lehnen, teils auf einfachen Bleck- oder Metallregalen liegen. Die Zylinder mit den Körperteilen sind mit Kabeln irgendwo angeschlossen. Als ich einen berühre, fühlt der sich kalt an.
Da zeigt sich ein Gesicht. "He! Nichts anfassen! Oh! Ein neues Gesicht!" Die Stimme klingt mechanisch, heiser und Monoton. Ich sehe einen Mann, dessen Unterkörper durch Kybernetische Spinnenbeine ersetzt sind. Sein etwas dicklicher Oberkörper sitzt darauf und wirkt auf mich noch ziemlich Menschlich. Jemand der zu viel Bier trinkt. Der Mann ist schlecht rasiert, überall stehen kränklich braun gefärbte Bartstoppeln in seinem Runden Gesicht. Die Augen wurden ersetzt durch zwei hervorstehende Okulare in deren inneren ich wechselhaftes Aufleuchten in orange und Grün wahrnehmen kann. Seine beiden Arme stecken in einem Konstrukt aus miteinenander verbundenen Metallringen, an denen sich allerlei Werkzeug befindet. Ein kleiner Plasmaschneider, Lötkolben, diverse Mikrotools für kleine arbeiten an Schaltkreisen und Platinen. Der Mann trägt ein weites Hemd udn darunte rein schmutziges, ehemals weisses T-Shirt. "Ich bin Marica. Elim schickt mich zu dir." Teseru fängt an zu grinsen, dann zu lachen - sein Lachen klingt wie eine rhythmische Störung auf Analaogen Radiofrequenzen. "Hat er also wieder jemanden erwischt, hm? Komm, komm mit. Ich weis was du tuen kannst, was du tuen musst. Das haben wir zwei gemeinsam. aaah, ja. Hier." Er deutet auf einen Stuhl, der auf mich wie ein Zahnarztstuhl wirkt. Unwillkürlich schrecke ich zurück. "Keine Sorge. Ich will die Bombe nicht anfassen. Das wäre noch zu gefährlich. Nein, das geht nicht. Ich muss nur deinen Körper ausmessen. Vielleicht kann ich dir noch helfen." Etwas zögerlich nehme ich Platz.
Dienstag, 08.06.2004
Schrottplatz
Unsere Schritte führen uns in Richtung des Stadtzentrums. Elim setzt eine einfache Atemmaske auf, von aussen eine bläuliche Plastikschale, die Mund und Nause umschliesst. Während wir weitergehen merke ich warum. Das erste ist der Gestank. Fast unerträglich steigt er einem in die Nase. Nach einigen Metern flimmert eine rote Schrift durch mein Sichtfeld. "Warnung, beeinträchtigung der Atemfunktionalität möglich." Einige Balken werden eingeblendet, als hätte ich eine Beschädigugn erlitten. Die Nanoroboter in mir werden sich sicher darum kümmern. Die Häuser zum Stadtzentrum hin werden immer heruntergekommener. Risse, zerborstene Scheiben, oft nicht mal mehr mit Pappe oder Brettern verhängt. Die Häuser scheinen leer zu sein. Viele sind mit Müll bedeckt. "Siehst du da vorne die Werkstatt?" Elims Stimme wirkt gedämpft durch die Maske, schwer zu verstehen. Ich nicke grimmig. Eine beschmierte Garage, über dem offenen Tor steht in grossen Lettern "Pit Stop Ten" darunter sind Reste von kleineren Buchstaben zu erkennen. Warscheinlich einmal ein Werbespruch, jetzt ist er nicht mehr lesbar. "Teseru besitzt diese Werkstatt. Er wird dir eine Aufgabe geben. Versuch nicht wegzulaufen, Ich erfahre das und finde dich." Wortlos mache ich mich auf den Weg.
Montag, 07.06.2004
Mülljäger
Müll. Überall auf den Strassen hier liegt Müll herum. Wohin man auch schaut: Müll. Alte Kartons, verrostetes Metall, Plastiksplitter und Tüten. Dazu kommen spritzen und allerlei unidentifizierbares Zeugs. Elim zieht mich vorwärts, auf eine etwas grössere Strasse. Ein Lastwagen bis oben hin vollgepackt mit Plastiksäcken fährt an uns vorbei. Ich schaue Elim an und versuche meine Wut zu kontrollieren. Ich habe mich noch nie so gedemütigt gefühlt. Mit einem Mal bremst der Wagen scharf und Männer springen heraus. Sie rennen ber die Strasse, schreien sich egenseitig Befehle zu und greifen nach Dingen die herumliegen. Manches nehmen sie mit, manches lassen sie liegen.
"Mülljäger." Meint Elim trocken. "Sie nehmen alles mit, was sie glauben verwerten zu können. Schrecklich, dass Menschen so leben wollen, wo man doch so viel mehr bewegen kann." Ich schaue zu Elim hoch, aber sage nichts. Dann geht es auch schon weiter, die Strasse herunter. Links und rechts ragen alte Bauten auf, der Putz blättert ab, und immer wieder rieselt ein wenig Bausubstanz herunter, wenn jemand ein Fenster aufmacht. An einem Haus geht jemand in aller Seelenruhe die Feuerleiter hoch.
"Mülljäger." Meint Elim trocken. "Sie nehmen alles mit, was sie glauben verwerten zu können. Schrecklich, dass Menschen so leben wollen, wo man doch so viel mehr bewegen kann." Ich schaue zu Elim hoch, aber sage nichts. Dann geht es auch schon weiter, die Strasse herunter. Links und rechts ragen alte Bauten auf, der Putz blättert ab, und immer wieder rieselt ein wenig Bausubstanz herunter, wenn jemand ein Fenster aufmacht. An einem Haus geht jemand in aller Seelenruhe die Feuerleiter hoch.